Hans Jürgen Wurlitzer mit beeindruckender und zufriedener Leistung beim 24h Downhill im österreichischen Semmering - wieder ältester Teilnehmer

Quelle: Freie Presse

 

Beim achten Mal fällt endlich die 100

Radsportler Hans-Jürgen Wurlitzer aus Markneukirchen hat beim Downhill in Österreich ein lange angepeiltes Ziel erreicht.

Semmering. Beim achten Versuch hat es geklappt: Der Markneukirchener Extremsportler Hans-Jürgen Wurlitzer konnte am Wochenende bei der achten Auflage des 24-Stunden-Downhill-Rennens "Race the Night" im österreichischen Semmering erstmals die Marke von 100 Abfahrten knacken. 104-mal sauste der 57-jährige Vogtländer - er startet für das Pro-Bike-Team des TSV Oelsnitz - von Samstagmittag bis Sonntagmittag mit seinem speziell darauf eingestellten Mountainbike einen zirka drei Kilometer langen Skihang hinab, nur unterbrochen von einer 30-minütigen Pause gegen Mitternacht. Hoch ging es per Lift.

Zum Vergleich: Der Sieger im Einzelrennen, Andreas Viehböck aus Österreich, schaffte 156 Abfahrten. Wurlitzers starke Leistung bedeutete in der Endabrechnung einen hervorragenden elften Platz. Dafür gab es vom Veranstalter eine Extra-Auszeichnung in der Hoffnung, dass der Stammgast aus dem Vogtland weiter zur Stange hält, mindestens bis zur zehnten Auflage in zwei Jahren.

"Ich freue mich unendlich", so der stolze Athlet. "Ich bin ohne Sturz durchgekommen. In den letzten Stunden des Wettkampfes konnte ich sogar die Geschwindigkeit erhöhen und alles an Fahrtechnik umsetzen, was mir die Sportfreunde aus der Bikewelt Schöneck in meiner langen und harten Vorbereitungszeit beigebracht haben."

Seit dem Oktober des vorigen Jahres hatte sich Wurlitzer mit acht Trainingseinheiten pro Woche akribisch auf dieses kräftezehrende Unternehmen vorbereitet, bei dem rund 400 Fahrer aus elf Nationen an den Start gingen. Nur 32 Sportler hatten sich aber die härteste aller Disziplinen als Einzelkämpfer zugetraut. Der Rest war in Teams zu zwei, vier oder sechs Fahrern ins Rennen gegangen.

Prominentester Starter in Semmering war Lukas Klapfer, olympischer Bronzemedaillengewinner in Sotschi im Teamwettbewerb in der Nordischen Kombination. Er musste allerdings nach 75 Runden aufgeben.